Dr. med. Matthias Lohaus

Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Stimm und Sprachstörungen

Spektrum

Diagnostik beim HNO-Arzt

Audiometrie

Tonaudiometrie

Mit Hilfe eines Tongenerators werden Töne verschiedener Frequenzen erzeugt. Sie reichen vom Tiefton- (125 Hertz, Hz) bis zum Hochtonbereich (8 000 Hz). Durch einen Lautstärkeregler kann der Untersucher diese Töne so lange verändern, bis der Patient einen Ton hören kann. Die Intensität des Tones, mit der dieser gerade noch wahrgenommen werden kann, wird die Hörschwelle genannt und in Dezibel (dB) angegeben.
Dem Patienten werden die Töne zunächst über Kopfhörer vorgegeben. Dabei wird der gesamte Gehörapparat, bestehend aus Mittelohr und Innenohr überprüft, der Patient hört über die "Luftleitung".
Anschließend prüft der Untersucher das Innenohr alleine, indem er dem Patienten einen Vibrationsleitungshörer auf den Knochen hinter dem Ohr aufsetzt. Dieser Knochen leitet die vom Hörer empfangenen Töne an die Schnecke im Innenohr weiter, so dass der Patient die Töne wahrnehmen kann. Die Schallübertragung im Mittelohr wird dabei umgangen, der Patient hört über die "Knochenleitung".
Sowohl bei Luft- als auch bei Knochenleitung gilt immer: Wenn das eine Ohr beschallt wird, dann soll das andere nicht mithören. Das rechte und das linke Ohr werden also nacheinander beschallt. Insbesondere bei seiten-ungleichem Hörvermögen ist es oft schwierig, das Hörvermögen des schlechteren Ohres festzustellen, da das bessere Ohr schon längst mithört, während das schlechtere Ohr noch gar nichts hört. In solchen Fällen muss das bessere Ohr durch ein Rauschen geeigneter Lautstärke ausgeschaltet werden. Diesen messtechnischen Trick bezeichnet man als "Vertäubung".
Bei jedem Frequenzbereich erhöht der Untersucher die Lautstärke des Tones stufenweise, bis der Patient den Ton gerade wahrnehmen kann. Der Patient gibt ein Zeichen, sobald er den Ton hört. Eine exakte Messung erfordert daher Aufmerksamkeit und Sorgfalt sowohl vom Prüfer wie vom Patienten! Die Ergebnisse werden in ein Audiogramm eingetragen.
Auf diese Weise wird die Hörschwellenkurve des Patienten für Luft- und Knochenleitung ermittelt. Die Nulllinie im Audiogramm entspricht der Hörschwelle eines Jugendlichen mit normaler Hörfähigkeit. Durch Vergleich der ermittelten Hörschwellenkurven mit der Nulllinie kann der Arzt Aussagen über die Art der Schwerhörigkeit machen.
Für spezielle Anforderungen, wie Messungen bei Kindern, Überprüfung von Hörgeräten können die Töne auch über Lautsprecher angeboten werden (sogenannte Freifeldmessung).

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